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Es
ist allgemein bekannt, dass chronisch kranke Patienten häufiger unter
Depressionen leiden.
Auch für Patienten mit arterieller Verschlusskrankheit (AVK) konnte in einer
Studie (Arseven et al., Vasc. Med., 2001) ein Zusammenhang zwischen AVK und
depressiven Verstimmungszuständen gezeigt werden. Es wurde eine Kohorte von
Frauen und Männern im Alter von 55 Jahren und älter mit AVK (N: 93) und ohne AVK
(N: 74) rekrutiert. Die AVK wurde mittels des Knöchel-Arm-Index diagnostiziert
und quantifiziert. Die Symptome der depressiven Verstimmung wurden mit einer
Kurzversion des „Geriatric Depression Scale“ (GDS) Scores ermittelt. Weiterhin
wurde die Beeinträchtigung der Gehfähigkeit mit einer standardisierten
Laufbandbelastung und dem „Walking Impairment Questionnaire“ (WIQ) gemessen. Es
zeigte sich, dass die AVK-Patienten zweimal häufiger Symptome einer Depression
aufwiesen als die Vergleichsgruppe ohne AVK (24% vs. 12%).
Möglicherweise trägt eine stärkere Gehbehinderung zum Ausmaß der depressiven
Symptomatik bei, d.h. je kürzer die Gehstrecke, desto depressiver der Patient.
Das wiederum verstärkt den Antriebsmangel, und das daraus resultierende
körperliche Bewegungsdefizit kann zur Progression der AVK beitragen.Deshalb muss
dieser Circulus vitiosus rechtzeitig durchbrochen werden - "damit sich die
dunklen Schatten auf der Seele auflösen und beide Beine für ein sonnigeres Leben
erhalten bleiben".
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